Rioja

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      Rioja ist Spaniens berühmteste Weinregion und doch weit mehr als nur kräftiger Rotwein. Zwischen Ebro und Sierra de Cantabria treffen atlantische Frische und mediterrane Wärme aufeinander. Tempranillo und Garnacha reifen hier zu samtigen, warmen Rotweinen, Viura bringt überraschend cremige Weißweine hervor und der traditionelle Clarete zeigt die fast vergessene Rosé-Seite der Region. Das gesetzlich geregelte Reifesystem mit Crianza, Reserva und Gran Reserva garantiert, dass jeder Wein seine Zeit im Fass und auf der Flasche bekommen hat.

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      Was die Rioja besonders macht

      Kaum eine Weinregion steht so für spanische Weinkultur wie die Rioja. Zwischen Ebro und Sierra de Cantabria treffen atlantische Kühle und mediterrane Wärme aufeinander. Tempranillo und Garnacha reifen zu Weinen, die samtig, warm und zugänglich sind. Weine, die man nicht analysieren muss, um sie zu lieben.

      Welche Rebsorten wachsen in der Rioja?

      Tempranillo ist die Leitsorte und prägt rund drei Viertel der Rebfläche, ergänzt um Garnacha für Wärme und Frucht, Graciano für Säure und Würze sowie Mazuelo für Farbe und Struktur. Bei den weißen Sorten führt Viura, aus der überraschend langlebige weiße Rioja entstehen.

      Drei Zonen, viele Gesichter

      Die Rioja gliedert sich in Rioja Alta, Rioja Alavesa und Rioja Oriental. Im Westen sorgen Höhe und atlantischer Einfluss für elegante, feingliedrige Weine, im wärmeren Osten bringt die Garnacha Fülle und Frucht. Dazwischen liegen unzählige Lagen auf Kalk, Lehm und eisenhaltigem Ton, die jedem Wein ihren eigenen Stempel aufdrücken.

      Wofür ist die Rioja bekannt?

      Für im Eichenfass gereifte Rotweine wie kaum eine zweite Region der Welt. Der traditionelle Ausbau in amerikanischer Eiche mit ihren Vanille- und Kokosnoten wurde hier zum Stilmerkmal, moderne Bodegas setzen zunehmend auf französisches Holz und Lagenweine. Zentren der Weinkultur sind Logroño und Haro, dessen Bahnhofsviertel Barrio de la Estación die höchste Dichte traditionsreicher Kellereien Spaniens versammelt.

      Crianza, Reserva, Gran Reserva: die Reifestufen

      Die Rioja regelt die Reife ihrer Weine gesetzlich. Ein Crianza reift mindestens zwei Jahre, davon zwölf Monate im Eichenfass. Ein Reserva bekommt mindestens drei Jahre Zeit. Du kannst dich also darauf verlassen, dass jeder Wein seine Ruhe hatte, bevor er zu dir kommt.

      Gut zu wissen

      Rioja im Überblick

      Klima
      Kontinental mit atlantischem Einfluss, geschützt durch die Sierra de Cantabria
      Böden
      Kalk, Lehm und eisenhaltiger Ton in vielen Einzellagen
      Rebsorten
      Tempranillo, Garnacha, Graciano und Viura

      Häufige Fragen

      Wie schmeckt ein typischer Rioja?

      Samtig und warm, mit roter Frucht, Vanille und feinen Röstaromen aus dem Eichenfass. Gereifte Rioja entwickeln zusätzlich Noten von Tabak, Leder und Gewürzen.

      Welches Essen passt zu Rioja?

      Klassiker sind Lamm, Gegrilltes, Schmorgerichte und gereifter Käse wie Manchego. Junge Rioja passen auch wunderbar zu Tapas und Pasta.

      Bei welcher Temperatur serviert man Rioja?

      Junge Rioja bei etwa 14 bis 16 Grad, gereifte Reservas leicht darüber. Eine halbe Stunde im Kühlschrank tut fast jedem Rotwein gut.

      Wie lange kann man Rioja lagern?

      Ein Crianza ist beim Kauf trinkreif und hält sich gut drei bis fünf Jahre. Reservas und Gran Reservas reifen kühl und dunkel gelagert oft zehn Jahre und länger.

      Hier liegt die Rioja